Lokale Marken im Interview: Loliya

Lokale Marken im Interview: Loliya

„Individualität sollte für jeden möglich sein – so tritt ein in meine Welt und entdecke deinen eigenen Stil!“
Jeannette Schlenzig.
Im folgenden stellen wir dir das junge Label Loliya vor – lerne sie zusammen mit uns kennen!

Ich liebe die Tatsache, dass man in der Silhouette eines Petticoatkleides immer perfekt
aussieht egal welche Figur man hat. Außerdem ist die Vielfalt der Stile wunderbar, um je
nachdem, wie man sich fühlt seinen eigenen Stil hervor zu bringen.

Ich habe in meiner Kindheit und Jugend nie Interesse an der Mode gehabt, da mich die
Trends nie ansprachen. Deshalb wollte ich selbst Mode kreieren und es möglich machen,
dass jeder sein Traumoutfit tragen kann.

Ich liebe sowohl Pastelltöne wie Flieder und Altrosa als auch dunkle Töne wie Schwarz,
Dunkelrot und weitere. Für meine Kollektionen verwende ich hauptsächlich japanische
Baumwollstoffe und kombiniere diese mit Spitzenborten.

Der großteil meiner Stoffe wird aus Japan importiert. In Zukunft möchte ich aber gern eigene
Stoffe designen und produzieren lassen.

Tatsächlich bin ich nicht über andere Lolita-Labels zu meinen Designs gekommen, sondern
über die Werke der Mangaka, die ich liebe, seit ich ein Kind bin: Arina Tanemura & Naoko
Takeuchi.
Daraus entwickelte sich ein starkes Interesse für die japanische Kultur und
Kostümgeschichte der Viktorianischen Zeit sowie, Barock und Rokoko.

Ich plane ja schon an einem eigenem Stoffdesign und würde dies auch gern in Kooperation
mit Manga-Künstlern angehen. Ein Traum wäre natürlich eine Kollaboration mit Arina
Tanemura oder Naoko Takeuchi.

Es ist geplant, weitere Harajuku-Stile mit in das Label zu integrieren. Der Fokus liegt aber
weiterhin auf Lolita und wird auch dort erweitert: Ergänzend zu den aktuellen Kollektionen
kommt in Zukunft eine Royal-Serie sowie ein Baukastensystem für individuelle
Maßanferitgung.

Neben der Kreativität ist eine sehr intensive Vorbereitung wichtig. Man muss sehr genau
planen was man anbietet, wer die Kunden sind und wo man sich dafür am besten platziert.
Ein umfassendes Wissen über die kommenden Themen wie Steuergesetze, Mieten,
Versicherungen, Gewerbeämter, Urheberrrecht, Lohn, Krankenkasse und anderes sind
existenziell bei der Entscheidung darüber, ob man sich selbstständig machen kann und
verhindern viele große Probleme, die man am Anfang haben wird. Deshalb sollte man sich
ausreichend Informieren und Coachen lassen über eine Businessberatung, die IHK und
andere, damit der Traum nicht zerplatzt, bevor er richtig begonnen hat.

Ein kleiner kreativer Tipp am Ende: Lass dich nie von deinen Ideen abbringen. Du möchtest
zwar für deine Kunden designen, aber wenn du zu sehr auf ihre Wünsche eingehst, verlierst
du deinen eigenen authentischen Stil.